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Dienstag, 3. Februar 2009

Bürokratie durch Förderung ersetzen

Andere europäische Länder sind für das Großherzogtum wegweisend


Von Jakub Adamowicz

Die Entwicklung der Philanthropie soll in Luxemburg strategisch gefördert werden. Dazu muss das Stiftungs- und Spendenrecht modernisiert werden. Auch die Ausrichtung der Gesetzgebung in anderen europäischen Ländern zeigt auf, wo Luxemburg konkret Nachholbedarf hat.

Gesetzgebungen sind mehr als nur Vorschriften: Sie verraten durch ihre Ausrichtung die gesellschaftlichen und politischen Prioritäten, die bei der Ausarbeitung des Rechtsrahmens Priorität hatten.

Luxemburgs bestehendes Stiftungsrecht basiert auf einem Gesetz aus dem Jahre 1928 und sieht Stiftungen im Grundansatz nicht als Bereicherung für das Gesellschaftsleben , die nach Möglichkeit zu fördern sind, sondern als eine unkonventionelle Rechtsform, deren Verpflichtungen dem Staat gegenüber definiert werden.

An diesem Grundprinzip hat sich bis heute trotz mehrerer Gesetzesänderungen nichts geändert . "Im Vergleich mit den Nachbarländern schafft das Stiftungsrecht Luxemburgs wenig steuerliche Anreize. Die benötigte Regierungsgenehmigung für Spenden über 12 500 Euro ist abschreckend", stellen etwa die Berater von FSG Social Impact Advisors fest.

Der europäische Stiftungsverband EFC bewertet die Attraktivität nationaler Stiftungsrechts-rahmen nach sechs Vergleichskriterien. Neben den Anforderungen für die Eintragung einer Stiftung spielen die steuerlichen Vorteile für die Spender und für die Stiftung eine entscheidende Rolle.

Auch die Vorschriften bezüglich Unternehmensführung, Audit und wirtschaftlicher Aktivität sind für EFC relevante Faktoren zur Evaluierung der Vorschriften.


Ursprünglich zwei Denkschulen

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Stiftungsrecht in Europa in zwei Richtungen : In Skandinavien, Großbritannien, der Schweiz, Irland und den Niederlanden gliederte das liberale Wirtschaftssystem das private Mäzenatentum als Bestandteil der Sozialpolitik konstruktiv ein.

Im Gegensatz zu dieser Entwicklung bildete sich in den Ländern, die ihr Zivilrecht auf Basis des Code Napoléon entwickelten (darunter neben Frankreich und Spanien auch Luxemburg), eine distanziertere Haltung von Staats- und Gesellschaftsinstitutionen zu Stiftungen.


Chance für den Finanzplatz

Mit dem heutigen Stellenwert von Mäzenatentum und Stiftungsrecht in Europa hat diese historische Unterscheidung allerdings nur noch wenig gemeinsam. Seit Mitte der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts begannen Stiftungen, auch in Westeuropa eine bedeutende ergänzende Rolle zu den Sozial-, Erziehungs- und Gesellschaftspolitiken der Nationalstaaten zu spielen.

Hinzu kommt die Entwicklung beim potentiell an Stiftungen transferierbaren Finanzvolumen : Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes schätzt, dass es 2007 in Europa (Russland ausgenommen) 170 US-Dollar-Milliardäre gab.

Ein beträchtlicher Teil dieser Vermögen steht in nächster Zukunft zur Vererbung an. Allein in Deutschland , so der Interessenverband Conservation Company, werden in den Jahren 2001 bis 2010 rund 250 Milliarden Euro von einer Generation auf die nächste übertragen .

Diesen Entwicklungen haben Frankreich, Belgien, Deutschland und Spanien bereits Rechnung getragen und ihr Stiftungs- und Spendenrecht in den vergangenen Jahren entsprechend modernisiert.

Dazu gehört die sukzessive Anhebung der Spendenbeträge, für die Steuervorteile gelten. Gleichzeitig haben etwa Spanien (2003) und Belgien (2002) mit modernisierten Rechtsvorschriften die Gründung von Stiftungen vereinfacht und die Förderung der Differenzierung in verschiedene Stiftungsformen (Stiftungen des öffentlichen Rechts, kirchliche Stiftungen, Familienstiftungen, privatnützige Stiftungen, Bürgerstiftungen, unternehmensverbundene Stiftungen) eingeleitet .


Die Vorgabe: Weniger ist mehr

Im Vergleich zu Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien weist Luxemburg in drei Punkten des Stiftungs- und Spendenrechts konkreten Nachholbedarf auf: Um in den Genuss von Steuervorteilen zu kommen, gibt es in den vier Ländern keine Untergrenze für Spenden. In Luxemburg muss man bisher mindestens 120 Euro spenden.

Für Spenden von 12 500 Euro und darüber ist im Großherzogtum im Gegensatz zu den anderen Staaten eine staatliche Genehmigung erforderlich. Außerdem erhebt Luxemburg Steuern auf Spenden von öffentlichen Einrichtungen (4,8 Prozent des Spendenbetrags) und gemeinnützigen Vereinigungen (7,2 Prozent des Spendenbeitrags ). Diese Besteuerung gibt es in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien nicht.

Bei der Modernisierung des luxemburgischen Stiftungs- und Spendenrechts geht es einerseits darum, allgemeine Rahmenbedingungen zu schaffen, die das konstruktive Bewusstsein für die gesellschaftspolitische Bedeutung fördern. Gleichzeitig gilt es, die Bereiche zu fördern, auf denen Luxemburg sich zu einem Kompetenzzentrum entwickeln kann. Das ist neben der Mikrofinanz der Rechtsrahmen für grenzüberschreitende Spenden.

In der Europäischen Union ist es noch ein langer Weg, bis eine Spende an eine Organisation in einem anderen EU-Land vom Spender schnell und unbürokratisch steuerlich abgesetzt werden kann. Doch mittelfristig stehen die Weichen auf Konvergenz .

Die Vereinigung Transnational Giving Europe (TGE) berät Interessenten, die innerhalb von neuen europäischen Staaten (Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland , Italien, Niederlande, Polen, Großbritannien und Schweiz) spenden wollen. Auch Luxemburg soll in Kürze ins TGE-Netzwerk eingebunden werden.

Das Großherzogtum hätte dabei im Rahmen seiner neuen Philanthropie-Politik die Chance, Spenden aus anderen europäischen Ländern anzuziehen. Ludwig Forrest von der belgischen "Fondation Roi Baudouin" ist für die Koordination von TGE zuständig, und empfiehlt für Luxemburg die Schaffung einer Stiftung , die zu diesem Zweck auch profitorientiert arbeiten könnte



© saint-paul luxembourg Letzte Aktualisierung: 15-04-2008 15:52

Philanthropie -Wir haben Nachholbedarf"

Philanthropie -Wir haben Nachholbedarf"

Philanthropie: Der Ehrenstaatsminister hält Gesetzesanpassung für notwendig



Von Cordelia Chaton


Der ehemalige Premier-, Finanz-, Schatz- und Kulturminister kennt Luxemburg aus seinen Funktionen gut. International sammelte er Erfahrung als ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, Vizepräsident des Europäischen Parlaments , Mitglied des Gouverneursrats der Weltbank und Gouverneur des Internationalen Währungsfonds . Hinter den Kulissen ist der Ehrenstaatsminister immer noch aktiv; unter anderem im Kulturbereich als Verwaltungsratspräsident des Mudam.


Herr Santer, Sie haben in Ihrer Zeit als Finanzminister, Premierminister und Präsident der Europäischen Kommission die Geschicke des Finanzplatzes maßgeblich beeinflusst. Was halten Sie von Produkten rund um die Philanthropie?



Nun, ich kann da auf meine Erfahrung mit Fonds zurückblicken. Als ich Finanzminister war, wurde ja der Grundstein für die heutige Fondsindustrie gelegt. Damals wurde das Thema europaweit diskutiert. Wir haben gar nicht lang geredet, sondern die noch in der EU diskutierte Vorlage ganz schnell umgesetzt. Die EU hat erst deutlich später darüber entschieden. Die Schnelligkeit der Entscheidung hat uns Vorteile gebracht . Beim Satellitengeschäft war es genau so. Bei der Philanthropie sind wir etwas ins Hintertreffen geraten.




Am 23. April findet ein großes Kolloquium zum Thema statt, bei dem Sie die Abschlussrede halten werden. Wie kam es dazu?


Die Initiative ging von der "Banque de Luxembourg" aus, die hatten schon einen Rat zum Thema und haben auch die Veranstaltung initiiert. Die Bank möchte, dass Philanthropie zu einem nationalen Thema wird. Ich habe die Einladung angenommen in der Hoffnung, dass das Resultat der Veranstaltung Impulse für die breite Öffentlichkeit sind.




Kannten Sie das Thema Philanthropie vorher? Viele Zeitgenossen denken da eher an Philatelie - also Briefmarkenkunde - als an Menschenliebe und Stiftungsrecht ...

Mir ist das Thema durch meine Funktion als Verwaltungsratspräsident des Mudam , des "Musée d’art moderne", bekannt. Dort sind wir auch auf Mäzene angewiesen.

Aber auch aus anderen Funktionen ist mir Philanthropie ein Begriff. So bin ich auch in anderen Stiftungen aktiv, unter anderem bei der neu gegründeten Schengener Friedensstiftung von Hubert Rohde und Matt Lamb.

Der amerikanische Maler Matt Lamb hat dem Museum seine gesamten Werke vermacht, dafür wird eine Stiftung gegründet. Sie sehen, dass das Thema in Luxemburg sehr aktuell ist.


Was soll nach der großen Veranstaltung in der Philharmonie folgen?

Ich hoffe, dass es nicht dabei bleibt. Es sollte ein Follow-up geben, ein regelrechtes Crescendo. Ich hatte schon Gespräche mit Regierungsmitgliedern und Premierminister Juncker, die an dem Thema interessiert sind. Ich würde gern Ergebnisse sehen . Und die kann es sehr schnell geben.


Was bringt Philanthropie den Luxemburgern?

Man muss nur nach Deutschland schauen, wo in den vergangenen Jahren drei Mal das Gesetz geändert wurde. Letztlich geht es um eine weitere Stärkung des Bürgerengagements . Das ist der Punkt.

Man spürt in der Gesellschaft einen regelrechten Boom; immer mehr Menschen wollen sich uneigennützig für andere einsetzen. Diese Aufbruchsstimmung spiegelt sich auch in Luxemburg in der steigenden Zahl der Nichtregierungsorganisationen wider.



Worauf führen Sie das Gutmensch-Phänomen zurück?

Die Ursachen sind vielfältig. Der demografische Wandel, der auch dazu führt , dass es weniger Erben gibt, ist sicher ein Punkt. Jene, die schon viel haben, wollen sich nach einem erfüllten Leben oft gern für die anderen engagieren.

Sehr wichtig ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Das kann auch bedeuten, Menschen zu helfen, über sich selbst hinaus zu wachsen. Und das gilt in gleichem Maße für Bürger und Unternehmen.


Große Unternehmen fühlen sich aber häufig gar nicht mehr verpflichtet , sich zu engagieren; vor allem nicht, wenn Sie durch Zukauf nach Luxemburg kommen ...

Deshalb ist deren Einbeziehung so wichtig! Es gibt mittlerweile sogar auf EU-Ebene Richtlinien zur "Corporate Social Responsibility", also der sozialen Verantwortung eines Unternehmens gegenüber seiner Umwelt. Unternehmen können und dürfen sich einer gesellschaftlichen Verantwortung nicht entziehen.


Was hat der Staat von Philanthropie?

In der luxemburgischen Gesellschaft ist eine Aufbruchsstimmung im kulturellen Bereich spürbar. Doch mit all den neuen Einrichtungen - Philharmonie, Theater, Museen oder Festivals - wird auch ein Bedarf geschaffen, den der Staat auf Dauer nicht allein finanzieren kann.

Daher ist Philanthropie, daher ist Mäzenatentum wichtig. Es gibt unterschiedliche Philosophien dazu; in Skandinavien oder Irland ist Hilfe zur Selbsthilfe stärker ausgeprägt als in zentralistisch geführten Staaten .


Das klingt ein bisschen nach Dritter Welt ...

Es geht hier nicht um Entwicklungshilfe - da sind wir im Hinblick auf den Anteil der Ausgaben am Staatsbudget sicher Vorreiter in Europa - sondern um das Land. Bei Philanthropie kommt es auf das soziale und kulturelle Engagement an; es ist mehr als nur Mäzenatentum. Um das zu fördern, braucht man einen Rahmen.

Dieser Rahmen ist in verschiedenen Ländern in den vergangenen Jahren geschaffen oder aktualisiert worden. Da braucht man nur nach Großbritannien, Belgien, Spanien , Italien, Frankreich oder Deutschland zu schauen. Dort wurde das Stiftungsrecht aktualisiert .


Wie sieht es mit dem rechtlichen Rahmen in Luxemburg aus?

Wir haben im Stiftungswesen Nachholbedarf. Das Gesetz stammt von 1928 und wurde 1994 adaptiert. Daneben wirken verschiedene Barrieren hemmend. Das reicht von der Genehmigung durch das Justizministerium für hohe Spenden bis hin zur steuerlichen Absetzbarkeit. Die Regeln sind zu eng gefasst.

Schwierig ist es auch bei grenzüberschreitenden Spenden. Dabei könnten wir gerade hier Vorreiter sein. In der Großregion wohnen rund zehn Millionen Einwohner; viele Luxemburger leben außerhalb der Landesgrenzen.

Da gibt es ein Potenzial, das nicht zum Tragen kommt. Wenn ein belgischer Bürger, der beispielsweise seine Anlagen in Luxemburg hat, eine Schenkung machen will, dann hat er derzeit ein weit größeres Angebot über die belgische Foundation Roi Baudoin als in Luxemburg. Neben den Gesetzen und den Fragen grenzüberschreitender Gaben ist ein dritter Punkt die Struktur.

Es wäre gut, auf eine Dachorganisation zurückgreifen zu können, die unabhängig arbeitet. Die Fondation Baudouin ist ein gutes Beispiel. Sie ist zwar nach dem König benannt, aber unabhängig - und sie genießt ein hohes Ansehen.


© saint-paul luxembourg Letzte Aktualisierung: 15-04-2008 15:53

Philanthropie "Neues Geschäftsfeld"

Philanthropie: Der Banken- und Wirtschaftsfachmann sieht Chancen für Luxemburg


Von Cordelia Chaton

Der ehemalige Chefredakteur von "Revue" und "Lëtzebuerger Land" sowie Ex-Direktor und jetzige Berater der ABBL sitzt heute im Parlament, ist Gemeinderatsmitglied und setzt sich für Wissenschaft und Kultur ein. Er äußert sich zur Bereitwilligkeit Wohlhabender, Geld zu geben, das möglicherweise in Stiftungen fließt.

Philanthropie umfasst aber auch den Einsatz von Wissen, Fähigkeiten und Zeit. Das reicht vom Vorlesen bis zur Gratisberatung. In den angelsächsischen Ländern sehr verbreitet , ist Philanthropie derzeit auch in Luxemburg in der Diskussion.

Was bringt Philanthropie für Luxemburg?

Es geht um zwei Dinge. Zum einen um das Geschäftsangebot des internationalen Finanzplatzes Luxemburg und zum anderen um soziale und kulturelle Entwicklungen im Inland. Ich denke, wir haben im Bereich der Philanthropie schon ein bisschen Entwicklungsbedarf .

Wir geben zwar sehr viel für Entwicklungshilfe aus, aber im Land selbst hinken wir mit den Ausgaben für Soziales und Kultur hinterher.


Warum ist Luxemburg so spät dran?

Das hat etwas mit unseren Rechtsgepflogenheiten zu tun. Wir befinden uns hier im Einzugsbereich des Code Napoléon, der einem Versorgungsstaat das Wort redet . Im protestantischen angelsächsischen Raum wird das anders gesehen. Das erklärt unser Hintertreffen.

Auf der anderen Seite sind wir aber Vorreiter bei internationaler Hilfe. Das hängt für mich auch mit den Niederlassungen der internationalen Organisationen in Luxemburg zusammen, die bei der Spendensammlung auf das Knowhow ihrer Mutterhäuser zurückgreifen können. Ich bin selbst Vizepräsident der Fondation Kräizbierg, die sich seit 30 Jahren um behinderte Menschen jeden Alters kümmert.

Wir haben immer Probleme mit Spenden und sind längst nicht so geübt im Geldsammeln wie die bekannten Nichtregierungs-Organisationen. Häufig dringen wir mit unserem Anliegen gar nicht zu potenziellen Spendern durch.


Mikrokredite und Mikroversicherungen weisen neue Wege. Sehen Sie Möglichkeiten , diese sinnvoll für philanthropische Zwecke einzusetzen?

Es geht darum, Fonds im Denkmuster der Philanthropie aufzulegen; genau so ist es auch bei Mikrokrediten. Da haben wir uns als Finanzplatz einen Namen gemacht. Natürlich ist das nicht das Supergeschäft für die Banken, aber auch im Denken der Unternehmen nehmen nehmen die sozialen Belange immer mehr Platz ein.

In unserm spezifischen Fall könnte Philanthropie zum Ausgangspunkt für einen neuen, positiven Geschäftszweig des Finanzplatzes werden. Denn wir sind als internationales Finanzzentrum nicht zuletzt auch auf das Verwalten von Privatvermögen spezialisiert. Wenn wir innerhalb Europas eine Sammelstelle für Spenden, eine Art Zentrum für Philanthropie werden könnten, hätten wir schon etliches geleistet.


Wollen am Ende immer mehr Reiche immer mehr Gutes tun?

Die Reichen nehmen zahlenmäßig eindeutig zu. Damit nimmt auch der Wunsch zu, von diesem Reichtum etwas abzugeben und Gutes zu tun. Deshalb könnte Philanthropie zu einem neuen Geschäftsfeld werden. Von spezifischen Philanthropie-Formen wie solidarischem Sparen oder Hybridprodukten sind wir da sicher noch etwas entfernt .

Meine Erfahrung in der Fondation Kräizbierg ist, dass die Leute sich nicht per Dauerauftrag festlegen wollen sondern lieber ad hoc über ihre Spenden entscheiden . Aber bei den denkbaren Philanthropie-Produkten gibt es etlichen Gestaltungsspielraum , den unsere Finanzoperateure zweifellos innovativ ausfüllen werden.


Was fehlt, damit das Geld zu den Bedürftigen kommt?

In der ersten Phase stellt sich für die potentiellen Spender das Problem, dass sie nicht über die in Frage kommenden Empfänger und deren Bedürfnisse im Bilde sind. Allgemein fehlt es am Informationsfluss zwischen Geber und Nehmer . Wenn heute ein reicher Kunde in der Bank fragt, wem er das Geld geben kann, sind die meisten Berater überfordert.

Deshalb bin ich sicher, dass unsere Banken aus der Tätigkeit mehr machen können. Sicher müsste auch der entsprechende Rechtsrahmen, z. B. bezüglich der Stiftungen, angeglichen und noch attraktiver gestaltet werden. Wenn wir unsere Gesetzgebung "philanthropiefreundlicher" machen , dann wäre auch den Kunden geholfen, gleichgültig, ob es sich um Luxemburger oder Ausländer handelt.


Beim Wort "Stiftungen" kommt bei vielen mit dem Gedanken an Liechtenstein ein schaler Beigeschmack auf ..

Wir sollten aus der Erfahrung unserer Freunde in Liechtenstein lernen und es vermeiden , aus den Stiftungen ein reines Steuersparprodukt zu machen. Das ist vielleicht jetzt eine Chance für Luxemburg.

Zurzeit gibt es etwa 250 Stiftungen hierzulande, die allerdings rein national ausgerichtet sind. Wir haben jetzt die Chance, daraus ein internationales Produkt zu machen und damit wohlhabende Spender nach Luxemburg zu ziehen. Da ist für mich noch eine Marktlücke.


Am 23. April findet in der Philharmonie ein Kolloquium zum Thema Philanthropie statt. Eine sinnvolle Veranstaltung oder zweckloser Insidertreff?

Diese Veranstaltung verfolgt das Ziel, das Philanthropie-Terrain auszukundschaften . Wenn man dann zu dem Schluss kommt, dass sich hier eine neue Geschäftstätigkeit für den Finanzplatz auftut, könnte sich wieder einmal Luxemburgs Stärke zeigen: Schnell reagieren und das gesetzliche Umfeld den neuen Erfordernissen anpassen . Wenn wir das bewirken, öffnet sich dem Finanzplatz zweifellos eine neue Nische .

Die Tatsache, dass der Premierminister höchstpersönlich an der von Ihnen erwähnten Veranstaltung teilnimmt, deutet immerhin auf eine Rückendeckung seitens der Regierung hin. Wir bewegen uns auf ein neues Gebiet zu, das sowohl geschäftlich wie auch sozial Nutzen bringen kann; eine Win-win-Situation, wie man heute zu sagen beliebt.



© saint-paul luxembourg Letzte Aktualisierung: 15-04-2008 15:53

"Wie Obelix mit dem Zaubertrank..."

Der Geschäftsführer der Stiftung Forum Europa wünscht sich mehr Kooperationsbereitschaft


von Cordelia Chaton


Luxemburg hat einen gewissen Nachholbedarf im Stiftungswesen, meint Claude Gengler . Es gebe zwar Stiftungen, ihre Arbeit werde aber in der breiten Öffentlichkeit nicht immer richtig wahrgenommen. Dem "Luxemburger Wort" berichtet er von seinen Erfahrungen.

Herr Gengler, was macht Ihre Stiftung, warum wurde sie geschaffen und wer steht dahinter?

Forum Europa ist eine private Stiftung luxemburgischen Rechts ohne Gewinnzweck , mit Sitz in der Stadt Luxemburg. Sie wurde 2002 gegründet mit dem Ziel, die Wissenschaft, die Bildung, die Forschung, die Kultur sowie die wirtschaftliche und soziale Weiterentwicklung der Großregion SaarLorLux/Rheinland-Pfalz/Wallonien fordernd und fördernd zu begleiten.

Vorsitzender des Verwaltungsrates ist Arno Krause, gleichzeitig Gründungsmitglied und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Europäischen Akademie Otzenhausen. Paul Meyers ist stellvertretender Vorsitzender . Seit Oktober 2004 besitzt die Stiftung ein Kuratorium, unter dem Vorsitz von Jacques Santer.


Die Großregion ist im Moment "in". Zahlreiche Institutionen wie Gipfel , Regionalkommission, Interregionaler Parlamentarierrat, Wirtschafts- und Sozialauschuss , Haus der Großregion oder Quattropole kümmern sich darum. Warum braucht die Großregion eine Stiftung?

Die von Ihnen genannten Akteure gehören zur traditionellen Architektur der Großregion, sozusagen zum "Establishment": Politik, Verwaltung, Parlamentsebene , Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, Städte und Kommunen.

Sie bestehen zum Teil schon lange. Gleichzeitig sind sie aber eingebunden in feste Strukturen, die in den allermeisten Fällen nach streng nationalen Denkschemen verfahren: Zuerst kommen wir, dann die anderen. Eine Stiftung, die von privaten Personen und Unternehmungen geschaffen wurde und unterstützt wird, ist dagegen frei und ungebunden.

Sie ist niemandem - abgesehen vom Stifter - Rechenschaft schuldig, muss nicht wiedergewählt werden, kann also auch Themen und Projekte anpacken, mit denen sich die politisch -administrative Ebene in der Regel nicht beschäftigt. Wir sehen eine unserer wesentlichen Aufgaben darin, dazu beizutragen, dass die Grenzen in den Köpfen der Bewohner der großregionalen Kernzone abgetragen werden, mittels konkreter Projekte und Maßnahmen.

Wie gesagt, es gab noch nie so viele Menschen, die sich mit diesem Raum befasst haben; unzählige Arbeitsgruppen erstellen Inventare , tauschen Erfahrungen aus, bereiten Plenarsitzungen vor - seit Jahren. Natürlich wurden Fortschritte erzielt. Trotz alledem haben wir den Eindruck, dass der große Qualitätssprung noch aussteht.

Die Großregion muss mehr sein als eine intellektuelle Konstruktion von Regierenden, Beamten und Studienbüros. Hier möchten wir uns einbringen und gemeinsam mit anderen, öffentlichen und privaten Partnern die großregionale und die europäische Idee weiterbringen.

Ihre Personaldecke ist sehr klein. Wie arbeiten Sie, wer hilft Ihnen dabei?

Unsere Stiftung ist absolut unabhängig, gleichzeitig aber Teil eines Netzwerks mit dem Namen "Partner für Europa". Die zentrale Einrichtung dieser sich ganz der europäischen Idee verschriebenen Plattform wird gebildet von der Europäischen Akademie Otzenhausen, wo - vor mittlerweile fast 40 Jahren - der Begriff SaarLorLux geprägt wurde.

In Zusammenarbeit mit der saarländischen ASKO Europa-Stiftung ist es uns gelungen, ein Repräsentationsbüro unserer Stiftung in Saarbrücken einzurichten. Auch in Luxemburg haben wir gute Projektpartner, etwa die Fondation Alphonse Weicker, der nationale Forschungsfonds, das Ceps-Institut, ja sogar mit der Uni Luxemburg haben wir schon gearbeitet.

Trotz unserer bescheidenen Größe - das Gründungskapital der Stiftung beträgt 500 000 Euro, ein Jahreshaushalt etwa 300 000 Euro, sämtliche Projekt- und Fördermittel inbegriffen - ist es Forum Europa in kurzer Zeit gelungen, sich in der Großregion einen guten Namen zu machen.

Welche Projekte wollen Sie mit Ihren Partnern durchführen?

Zum einen große, internationale Kolloquien. Im Oktober 2004 haben wir in der Abtei Neumünster ein zweitägiges Kolloquium zum Thema "Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die einzelnen Teilgebiete der Großregion" organisiert . Im März 2006 - diesmal in der Handelskammer -, fand das zweitägige Kolloquium "Grenzregionen: einfache Schnittstellen oder avantgardistische Integrationsräume ?" statt.

Vier europäische Grenzregionen trafen hier aufeinander, um Informationen , Erfahrungen und "Best Practice" auszutauschen. Im Oktober 2008 werden wir mit unseren Partnern das dritte SaarLorLux-Forum der Großregion in Otzenhausen organisieren ; diesmal zum Thema "Integration". Mit der Vereinigung Euregio SaarLorLux+ haben wir den "Tag der Grenzgemeinden der Großregion" ins Leben gerufen.

Wir nehmen an großen Forschungsprojekten teil, geben eine eigene Schriftenreihe mit den "éditions saint-paul" heraus, schreiben für Printmedien und haben mit dem belgischen Kartenhersteller De Rouck die erste offizielle Straßenkarte der Großregion initiiert. Wir sind aber auch an Wirtschaftsthemen interessiert:

Als Gründungsmitglied des Arbeitskreises Wirtschaft Luxemburg durfte ich 2003 im Auftrag der Vereinsführung (Stiftungsführung?) eine Studie zum Thema "Die Bedeutung der Großregion für mittelständige Unternehmen aus Luxemburg" durchführen und veröffentlichen .

Wie finanziert die Stiftung diese Aufgaben?

Das Geld stammt zum größten Teil aus der Privatwirtschaft und von anderen , befreundeten Stiftungen. Wenn es sich um öffentliche Forschungsarbeiten handelt , im Sinne des "Public-private-partnership"-Prinzips (PPPP), konnten auch schon mal öffentliche Forschungsgelder verarbeitet werden.

In der Regel tragen sich unsere Kolloquien selbst, etwa durch gezieltes Sponsoring und Teilnehmerbeiträge. Natürlich liegt das Geld nicht auf der Straße; wenn die Projekte aber wirklich gut sind , findet man in der Regel eine Finanzierungsmöglichkeit.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung Ihrer Stiftungsarbeit?

Auch eine Stiftung muss sich weiterentwickeln. Nachdem wir jetzt in der Großregion und darüber hinaus - wir haben bereits mit Partnern aus Polen, der Schweiz und Portugal gearbeitet - Fuß gefasst haben, geht es uns darum, neue zukunftsweisende Themen zu besetzen, beispielsweise Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Nachhaltigkeit.

Dann die Lehre und die Forschung: Es ist für uns unbegreiflich , warum keine unserer Universitäten die Großregion systematisch erforscht und in ihre Lehrpläne aufgenommen hat. Es gibt also noch eine Menge zu tun ...

Wie schätzen Sie die Zukunft des Stiftungswesens in Luxemburg ein?

Ich wäre froh, wenn der eine oder andere luxemburgische Akteur sich etwas offener, kooperativer und kreativer zeigen würde. Einige haben immer noch nicht verstanden, dass die Zeit der Kathedralenbauer vorbei ist. Jeder spricht von PPPP , aber wer tut es wirklich? Ich bekomme oft Fragen gestellt wie "Was macht denn eine Stiftung?", "Wer hat denn Geld für so etwas?" oder "Glauben Sie wirklich an die Zukunft der Großregion?".

Wobei die Antwort auf die letzte Frage sich ja erübrigt: Wenn nämlich die Großregion keine Zukunft hat, hat Luxemburg auch keine, zumindest nicht auf Dauer. Diese Bemerkungen zeigen aber auch, dass es noch großen Aufklärungsbedarf gibt, was die Entwicklung und die Ausrichtung des Stiftungswesens angeht.

Dabei werden Stiftungen dringend gebraucht, auch solche mit Europabezug. Die Luxemburger und Europa, das ist wie Obelix mit seinem Zaubertrank : Als Kind fällt man hinein und hofft, dass die Wirkung möglichst lange anhält. Was aber tun bei einem Schwächeanfall? Wer hütet das Rezept des Zaubertranks? Wahrlich eine schöne Aufgabe für eine Stiftung...




© saint-paul luxembourg Letzte Aktualisierung: 21-04-2008 10:26

Der Kapital-Erhalt ist entscheidend

Erträge zur Bedienung des Stiftungszwecks lassen sich mit Zinseinnahmen allein nicht erreichen

von Andreas Holpert

Stiftungen sind grundsätzlich frei darin, wie sie ihr Kapital anlegen. Bei allen Anstrengungen, die Erträge zu maximieren, darf jedoch ein Prinzip nicht aus den Augen verloren werden: der Erhalt des Stiftungskapitals.

Ziel eines Vermögensmanagers von Stiftungsgeldern ist daher, die Substanz zu erhalten und gleichzeitig einen möglichst hohen Ertrag zur Leistungserfüllung der Stiftung zu erreichen. Vor dem Hintergrund turbulenter Zeiten an den Finanzmärkten eine schwierige Aufgabe für den Vermögensmanager sowie für die Stiftungsgremien.

Die Verabschiedung eines Kapitalerhaltungskonzepts und der Vermögensanlagestrategie zähle neben der Erfüllung des Stiftungszwecks zu den primären Aufgaben der Stiftungsorgane, erklärt Thomas Strauss, Direktor Vermögensverwaltung der Sparkasse KölnBonn. Deutschlands zweitgrößte Sparkasse hat ein eigenes Stiftungs- und Vereinsmanagement sowie eine Abteilung mit zertifizierten Stiftungsberatern aufgebaut.

Die Bank zähle damit zu den ganz wenigen Sparkassen , die auch über ihre eigenen Stiftungen, gemäß dem Prinzip "alles aus einer Hand", Stiftungen von der Gründung über die Organarbeit bis zur Vermögensanlage beraten und begleiten, so Strauss.


Abstimmung der Konzepte

Bevor der Vermögensverwalter loslegen kann, müssen die Stiftungsorgane die Konzepte Kapitalerhaltung und Anlagestrategie aufeinander abstimmen. Dabei sollten die Erträge für den Stiftungszweck im Einklang mit dem Kapitalerhaltungskonzept stehen. Als Anlagezeitraum empfiehlt Strauss ein Minimum von fünf Jahren.

Während dieser Zeit sollte kurzfristig die Strategie nicht verändert werden, taktische Anpassungen bleiben möglich. Wer mehrere Vermögensverwalter nutzt - große Stiftungen haben häufig ihre eigenen Manager, mittelgroße Stiftungen mit einem Vermögen zwischen fünf bis zehn Millionen Euro beauftragen zwei bis drei Manager - sollte eine Strategie pro Vermögensverwalter haben.

Die Performance sei wichtig, aber entscheidend seien Kapitalerhalt und ordentliche bzw. ausschüttungsfähige Erträge zur Bedienung des Stiftungszwecks, betont Direktor Strauss.


Mehr Aktien oder besser Anleihen?

Mit sicheren Zinseinnahmen allein lassen sich heutzutage jedoch die Ziele der Stiftungen kaum erreichen. Peter Anders, Leiter der Vermögensverwaltung im Stifterverband , gibt in einer in der Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichten Sonderpublikation zu bedenken, dass bei einer konservativen Anlage über festverzinsliche Wertpapiere derzeit maximal vier Prozent erzielt werden können.

Wenn die Stiftung davon bis zu ein Drittel in die Rücklagen stelle, könne sie noch nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen. Für Aktivitäten im Sinne des Stifterwillens und Stiftungszwecks bleibe nichts übrig, sagt der Experte.

Strauss von der Sparkasse KölnBonn äußert sich ähnlich. Da Stiftungen im Regelfall langfristig wenn nicht sogar auf die Ewigkeit ausgerichtet sind, müssten sie mit einer hohen Aktienquote arbeiten, weil Aktien über einen längeren Zeitraum höhere Renditen erzielen, als Anleihen oder Festgeldanlagen. Allerdings sei auch das Risiko eines Wertverlusts bei einem Einbruch der Aktienmärkte weitaus größer .

Es zeigt sich das klassische Spannungsfeld zwischen Liquidität, Sicherheit und Rentabilität: Ein Mehr an Rendite ist bei einer Anlageform in aller Regel mit einem Weniger an Liquiditätsnähe zu bezahlen und ein Zuwachs an Gewinnchancen wird eingekauft mit dem steigenden Risiko von - zumindest kurzfristigen - Kapitalverlusten .

Diversifikation und innovative Strategien

In einem Umfeld, in dem sich mit sicheren Zinseinnahmen nur bescheidene Erträge erzielen lassen, gewinnt die Diversifikation zunehmend an Bedeutung. Für einen langfristigen Kapitalerhalt sei eine breite Diversifikation über die verschiedenen Assetklassen notwendig, sagt Peter Anders. Das Verlustrisiko werde so minimiert und gleichzeitig werden die Ertragserwartungen der Gesamtanlage verbessert, hieß es weiter.

Durch sich verändernde Rahmenbedingungen im globalen konjunkturellen Umfeld müssen sich auch die Vermögensverwalter von Stiftungen neu orientieren . Das Anlageuniversum reicht längst über Euroland und Europa hinaus. Nordamerika , Asien und Japan rücken ebenso in den Fokus wie die Wachstumsmärkte ausgewählter Schwellenländer. Auch bei den Produkten hat sich der Horizont erweitert.

Rohstoffe oder Alternative Investments wie "Private-equity"-Beteiligungen, konservative Hedge -Fonds sowie nachhaltige Anlagen z.B. in "grüne Investments" stoßen zunehmend auf das Interesse der Manager.

Thomas Strauss betont, dass Stiftungen darauf achten sollten, ihr Kapital in Papiere zu investieren, die nicht oder nur sehr wenig miteinander korrelieren. Der Direktor der Vermögensverwaltung der Sparkasse KölnBonn sieht bei vielen deutschen Stiftungen eine eher zu geringe Aktienquote und rät , diese tendenziell auszubauen.

Gemeinnützigkeit nicht aus den Augen verlieren

Die Anforderungen an den Vermögensmanager mögen zum Teil konträr sein. Neben dem Erhalt des Kapitals sowie der Erwirtschaftung und der Ausschüttung hoher Erträge für die Erfüllung des Stiftungszwecks müsse auch die Aufrechterhaltung der Gemeinnützigkeit für die Steuerbegünstigung im Auge behalten werden, gibt Strauss abschließend zu bedenken.

Mit der Aussicht auf steuerliche Abzugsfähigkeiten versuchen Kommunen in Deutschland derzeit verstärkt, wohlhabende Bürger gezielt für gemeinnützige Engagements in ihrer Stadt zu interessieren.

Die Gründung von sogenannten Bürgerstiftungen bietet dem Stifter darüber hinaus die Möglichkeit, bereits mit kleineren Beträgen einen Beitrag zum Allgemeinwohl zu leisten bzw. gemeinnützige Projekte zu finanzieren, obwohl die Kassen der Kommunen leer sind.



© saint-paul luxembourg April 2008